Brauchtum

14. Maxlrainer Morgentanzl

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Zum 14. Mal hatten der Kulturförderverein Mangfalltal und der Volkstanzkreis Rosenheim zum „Maxlrainer Morgentanzl“  eingeladen und viele Volkstanzfreunde machten sich unverdrossen auf den Weg, auch wenn das Wetter erstmals eine Verlegung des Morgentanzls vom Wirtsgarten in den Saal des Bräustüberls notwendig machte. Besonders zeitig mussten dabei die Volkstanzfreunde aus Tirol und der Steiermark aufstehen, die seit vielen Jahren treue und liebe Freunde des Volkstanzkreises sind.

Die meisten Tische und Stühle wurden auf die Seite geräumt, so dass genug Platz zum Tanzen war, die die Aichacher Bauernmusi rückte ein wenig näher zusammen und pünktlich um sechs Uhr früh setzten die Musikanten zum Begrüßungsstück an. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Ersten Vorstand des Rosenheimer Volkstanzkreises, Herbert Bogensberger, eröffneten der Auftanz und ein Walzer das diesjährige Morgentanzl. Gut vier Stun¬den lang spielten die Aichacher dann auf, was durch das historische Gewölbe des Bräustüberlsaales zugleich zu einem besonderen akustischen Erlebnis wurde.

Jeder, der wollte, konnte unbeschwert mittanzen, auch ohne große Vorkenntnisse. Dafür sorgte Herbert Bogensberger, der als Tanzlführer die Tanzrunden zusammenstellte und mit seiner Frau Maria die Figurentänze kurz vorzeigte. Das hat sich schon lange als Gedächtnisstütze für viele Volkstanzbesucher bewährt. Nicht jedem ist der Tanzboden zur zweiten Heimat geworden. Die Volkstanzfreunde waren von der Aichacher Bauernmusi so begeistert, dass sie praktisch bei jeder Runde eine Zugabe durch anhaltenden Beifall noch eine Zugabe herausholten und es wohl auch noch mit einer zweiten probiert hätten, wäre da nicht das Pausenzeichen der Musikanten gewesen. Bei den Zugaben entscheiden die Musikanten selbst, was sie spielen.

Bei der Aichacher Bauernmusi ist das oft ein Zwiefacher, der seinen Namen vom Wechsel zwischen Zwei- und Dreivierteltakt hat – davon haben die Aichacher ein schier unerschöpfliches Repertoire.

Am Ende der letzten Tanzrunde gegen elf Uhr bedankte sich Bogensberger namens der Veranstalter bei den Musikanten, bei den Besuchern und bei der Bräustüberl-Belegschaft, die Aichacher Bauernmusi setzte noch ein Schlussstück drauf und die Besucher verabschiedeten sich mit dem Lied „I bedank mi bei die Spielleut“. Ein Wiedersehen gibt es nächstes Jahr, wieder am ersten Sonntag im Juli, wenn sich mit etwas Wetterglück der Wirtsgarten vom Maxlrainer Bräustüberl wieder in den Tanzboden für das dann 15.

Maxlrainer Morgentanzl verwandeln wird. Noch heuer richtet der Rosenheimer Volkstanzkreis zwei schöne Volkstanzabende beim Kistlerwirt in Bad Feilnbach aus, zu denen alle Volkstanzfreunde und solche, die es werden wollen, herzlich eingeladen sind: am 15. September das Erntetanzl mit den Zuahäusl-Aufgeigern und am 20. Oktober das Herbsttanzl mit der Kirnstoaner Tanzlmusi.

Bericht und Bilder: Andreas Grün

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist und Leiter der Gäste-Information Samerberg bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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