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11. Februar: Europäischer Tag des Notrufs

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die 112 ist ein wichtiger Teil der Rettungskette, ein schneller Notruf ist gerade in den kommenden kalten Tagen wichtig. Bei einer Bewusstlosigkeit oder einem Atemstillstand kommt es darauf an, frühzeitig den Rettungsdienst zu rufen, um eine schnelle notfallmedizinische Versorgung zu gewährleisten. „Das Wählen der 112 ist dabei einer der wichtigsten Schritte in der Rettungskette. Nur so wird gewährleistet, dass die Erste Hilfe des Laien schnell von der professionellen Hilfe des Rettungsdienstes ergänzt wird“, erklärt Thomas Fuchs, Notfallsanitäter und Erste-Hilfe-Ausbildungsleiter der Johanniter in Wasserburg. „Besonders, wenn es in den nächsten Tagen und Nächten eisig kalt wird, kann ein aufmerksamer Blick, Wärmeerhalt etwa durch eine Rettungsdecke oder Kleidungsstücke und ein schneller Notruf Leben retten. Bei Minusgraden kühlen Personen, die wegen einer Erkrankung oder eines Unfalls auf dem Boden liegen, in kürzester Zeit aus.“

Die Rufnummer 112 ist nicht nur in Deutschland die Telefonnummer für den Rettungsdienst. In allen europäischen Ländern wurde die 112 als einheitliche Notrufnummer für die notfallmedizinische Versorgung eingeführt. Sie ist rund um die Uhr erreichbar und aus dem Mobilfunknetz wie aus dem Festnetz kostenfrei. Nutzt man ein fremdes Handy, kann der Notruf auch ohne Entsperr-Code getätigt werden. Hier die wichtigsten Fragen, die beim Anruf der 112 der Rettungsleitstelle beantwortet werden sollen:

  • Wo ist es passiert?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Verletzte/Erkrankte gibt es?
  • Welche Verletzungen/Erkrankungen konnten Sie erkennen?

Die letzte und wichtigste Regel lautet: „Warten auf Rückfragen. Nicht einfach auflegen, denn hat man etwas vergessen, gibt man so den Mitarbeitenden in der Rettungsleitstelle die Chance, Nachfragen zu stellen“, so Fuchs weiter. Warten Sie also, bis die Verbindung von der Rettungsleitstelle getrennt wird.

112 für Notfälle, 116 117 für Erkrankungen – Treten Beschwerden wie Fieber, anhaltender Durchfall oder starke Ohren-, Hals- oder Rückenschmerzen während der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen auf, wenn der Hausarzt nicht erreichbar ist, wendet man sich unter der deutschlandweit gültigen Telefonnummer 116 117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

112 wählen bei:

  • lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • schweren Schnitt- und Platzwunden
  • Knochenbrüchen
  • Verbrennungen

116 117 wählen bei:

  • Erkältung mit Fieber, höher als 39 Grad
  • anhaltender Durchfall
  • starke Hals- oder Ohrenschmerzen
  • akute Bauch- oder Rückenschmerzen
  • kleinere Schnittverletzungen

Um im Notfall schnell handeln und richtig helfen zu können, raten die Johanniter, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. Vor der Corona-Pandemie wurden von den Johannitern jährlich über 400.000 Menschen in Erster Hilfe geschult, davon mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche in Schulen. Auch während der Pandemie finden auf die Situation angepasste Erste-Hilfe-Ausbildungen statt. Da Notfälle häufig im familiären oder beruflichen Umfeld auftreten und man gerade dann helfen möchte, raten die Johanniter auch jetzt die eigenen Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. Mehr Infos zur Ersten Hilfe während der Corona-Pandemie finden Sie unter: www.johanniter.de/corona-erste-hilfe.

Bericht und Foto: Johanniter-Hilfe

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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