Brauchtum

Bieranstich bei Oberwössener Trachtlern

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

O’zapft is! Mit einem fulminanten Bieranstich und Tag der Betriebe startete der Oberwössner Trachtenverein D’Rechlberger in das lange Festwochenende zu seinem 100-jährigen Bestehen. Und ein Festzelt voller Gäste aus dem Achental und darüber hinaus feiert kräftig mit.

Ihnen bot sich ein wunderbarer Anblick, als sie sich an dem sonnigen Donnerstagabend dem geschmückten Zelt unter der Oberwössner Lackenbergwand näherten, sehr viele kamen in Dirndl und Tracht. Die Musikkapelle Reit im Winkl unter Leitung von Sebastian Krause empfing sie im prächtig herausgeputzten Festzelt. Mit etwas Verspätung begann der Abend, weil immer noch Leute in das Zelt drängten. Der Salut der Böllerschützen und der Kanone der Gebirgsschützenkompanie Wössen Achental mit Hauptmann Georg Haslberger verkündete weit im Tal den Start der Festlichkeiten. Trachtenvorstand Andreas Greimel begrüßte die große Schar der Festgäste beginnend beim Schirmherrn und Bürgermeister Ludwig Entfellner mit Gemeinderäten und Verwaltung. Pfarrer Straßer brachte Kaplan Adrian Zessin, den Pfarrverbandsverwalter Nikolai von Faltin, Kirchengremien und Kirchenchor mit. Greimel begrüßte Honoratioren aus den Nachbarorten. Betriebe und Vereine aus Unterwössen und darüber hinaus füllten die Tische in fröhlicher Runde.

Maximilian Sailer, Chef des Hofbräuhauses Traunstein, und sein Vertriebsleiter, der Schlechinger Andi Hell, assistierten dem Schirmherrn, Bürgermeister Entfellner, beim Bieranstich auf der großen Festbühne. Entfellner warnte die Besucher an der ersten Tischreihe, doch soweit reichten die Spritzer nicht. Von da an ging es in den bunten Abend, in dem zuerst die Aktiven mit einem schneidigen Plattler das Publikum begeisterten. Besonders viel Sympathie hatten die Gäste für ein Aushängeschild des Vereins, die starke Kinder- und Jugendgruppe. Ihr Auftritt gelang prächtig und sie freuten sich über den kräftigen Beifall, den es vom aufmerksamen Publikum gab. Später stiegen überall im Festzelt gestandene Mannsbilder auf die Tische, die Oberwössner Goaßlschnalzer, eine Gruppe des Trachtenvereins. Einheimische und Gäste fotografierten fleißig. Statistik kann auch Spaß machen, bewies Peperl Neumaier unter lautem Lachen der Zuhörer. Er hatte eine Vielzahl an Prozentzahlen zu den Registern der Kapelle, aber auch zu den heiratsfähigen Musikantinnen und Musikanten. Ähnlich humorvoll führte er durch den Abend.

Die Pause der Musikkapelle verkürzte die vierköpfige Formation Almwind um die Oberwössner Franziska Aberger und Lucas Irlinger. Mit zwei Ziachen, Kontrabass und Harfe spielte die feine Volksmusik. Inzwischen erschloss sich das Publikum die liebevollen Schönheiten des von den Rechlbergern in langer Vorbereitung geschmückten Zeltes. Der Freisitz ist eindrucksvoller Aufenthalt an den Sommerabenden mit der unmittelbar dahinter aufragenden Lackenbergwand. Eine schöne Stube empfängt die Gäste zu Kaffee und Kuchen. Überall haben die Rechlberger liebevoll dekoriert und die Bühne mit Girlanden geschmückt. Zu später Stunde dann Ahh und Ohh für die von den Aktiven gestaltete Bar, als diese öffnet. Dort spielte die Räsedenz Musi hinein in die Nacht. Auch dank der fleißigen Bewirtung war es ein gelungener Start, der Vorfreude macht, Vorfreude auf heute Abend mit dem großen Festabend der Rechlberger im Festzelt. Um 20 Uhr geht es an. Es wirken mit die Musikkapelle Wössen, die Walchschmid Sänger, die Gruber Buam, die Seewind Harfendirndln und der Trauntalexpress. Die Gaugruppe des Chiemgau Alpenverbandes tritt auf.

Bericht und Bilder: Ludwig Flug

Bieranstich: von links   Gebietsleiter des Hofbräuhauses Traunstein Andi Hell,  Bräu Max Sailer, Bürgermeister Ludwig Entfellner,  Festleiter   Florian Aberger und Trachtenvorstand Andreas Greimel.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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