Gastronomie & Wirtschaft

100 Jahre Bus-Familien-Unternehmen Heitauer

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Jeder, der durch Gstadt am Chiemsee fährt, kennt die Gebäude des großen Busunternehmens an der Hauptstraße. Dieser Tage feiert das Familienunternehmen Heitauer in vierter Generation sein 100-jähriges Bestehen.

Begonnen hat die Firmengeschichte im Jahr 1920, als der damals 20-jährige Karl Heitauer mit einem Fahrrad und einem Rucksack voller Werkzeuge nach Gstadt kam. In einer Scheune richtete er einen Reparaturdienst ein, von Haushaltsgeräten bis zu landwirtschaftlichen Maschinen. Schon 1923 entstand das Familienhaus. Einen großen Schritt tat Heitauer 1927 mit der Gründung eines Taxi-Geschäfts, mit dem er auch Ausflugsfahrten organisierte. Nur weitere drei Jahre später startete der Firmengründer das Busunternehmen. Ab 1965 übernahmen Karl und Maria Heitauer den Betrieb und bauten das Busgeschäft mit Schullinien und Ausflugsfahrten weiter aus. Es gab damals vier Busse und drei große Garagen, und auch die angegliederte Kfz-Werkstatt wurde weiter vergrößert. Der nächste Wechsel kam 1993 mit der Firmenübernahme durch Gaby und Karl-Heinz Heitauer, die noch heute den Betrieb leiten. Sie bauten nicht nur eine neue Werkstatt und funktionierten die bisherige Werkstatt in ein geräumiges Büro um, sondern vergrößerten auch den Fuhrpark auf heute acht Busse und drei Kleinfahrzeuge. Die Gewichtung von Werkstatt und Busunternehmen war damals 50:50. Mittlerweile hat sich der Schwerpunkt des Geschäfts auf 80 Prozent Busunternehmen und 20 Prozent Werkstatt verlagert. Nach wie vor führt die freie KfzWerkstatt jedoch Reparaturen, Inspektionen und TÜVDienste sowie Unfallinstandsetzungen aller Marken aus. Intensiviert haben sich die Geschäftsbereiche Schulbuslinien und Ausflugsfahrten, die zwischen einem bis zu mehreren Tagen dauern.

Am Jubiläumstag gab es für die vielen Ehren- und Stammgäste Grußworte von Stephan Rabl, Geschäftsführer vom Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen e.V., von Christian Glas, Kreisvorsitzender vom Bayernbund-Rosenheim und Erster Vorstand First Responder, von der Björn-Schultz-Stiftung, von Bürgermeister Bernhard Hainz, von Direktorin Aich von der Grundschule Breitbrunn und von Hans Gehrlein vom FC-Bayern-Fan-Club “13 Höslwanger”.

Fotos: Firma Heitauer – Eindrücke vom Jubiläumstag, u. a. mit einem Gastauftritt der Faschingsgilde Prienarria aus Prien a. Chiemsee

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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