Tourismus

10 Jahre Freundeskreis Lokschuppen Rosenheim e.V.

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Fast 800 Mitglieder und eine Fördersumme von 337.000 Euro für das Ausstellungszentrum Lokschuppen! Diese stolze Bilanz kann der Freundeskreis Lokschuppen zu seinem zehnjährigen Bestehen vorweisen. „All unsere persönlichen Mitglieder, unsere Firmenmitglieder und Spender haben zu diesem Erfolg beigetragen. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich“, sagte der Vorsitzende Heinz-Werner Bleyl auf der Jahreshauptversammlung des Freundeskreises. „Mit dem Geld konnten wir dem Lokschuppen nicht nur ideell sondern auch finanziell – unter die Arme greifen.“

Auch die Ausstellung PHARAO profitierte vom Engagement des Freundeskreises Lokschuppen. „Nur mit dieser Unterstützung konnten zwei für die Ausstellung sehr wichtige Exponate überhaupt ausleihfähig gemacht werden“, betonte der Leiter des Ausstellungszentrums Lokschuppen Dr. Peter Miesbeck. „Das war der reich bemalte Kastensarg aus dem Mittleren Reich und die Mumie der Ta-cheru. Diese Stücke mussten restauriert und zugleich wissenschaftlich erschlossen werden.“

Peter Miesbeck und der Geschäftsführer der Veranstaltungs + Kongress GmbH Rosenheim Peter Lutz bedankten sich mit einem Präsent bei Heinz-Werner Bleyl für die Gründung des Freundeskreises und das langjährige Engagement als Vorsitzender und bei der gesamten Vorstandschaft.

Der zweite Bürgermeister der Stadt Rosenheim Anton Heindl sagte, der Freundeskreis sei eine unabkömmliche Unterstützung für das Ausstellungszentrum Lokschuppen. „Der Verein hilft sehr dabei, die international renommierten Ausstellungen zu präsentieren und betreibt die besonders für Kulturbetriebe essentielle Lobbyarbeit.“

Rund 60 Prozent der Fördersumme der vergangenen zehn Jahre stammen aus Beiträgen von persönlichen Mitgliedern. Der Rest kommt von zahlreichen Spendern und Projektpaten. Letztere finanzierten weitere Audioguides mit Tourguidefunktion und Museumsstühle, die insbesondere Besuchern mit eingeschränkter Mobilität den Besuch der Ausstellungen erleichtern. Für beides sucht der Freundeskreis Lokschuppen noch weitere Paten. Ganz oben auf der Wunschliste steht für 2018 die finanzielle Unterstützung für das geplante online-Ticketing im Lokschuppen, das den Besuchern ermöglicht, ihr Ticket online zu erwerben. Das erspart das Anstehen an der Kasse und hilft, dem Andrang an besucherstarken Tagen gerecht zu werden.

Das Ausstellungszentrum Lokschuppen ist bis Herbst 2019 wegen Sanierung und Modernisierung geschlossen. „Deshalb hat unser Vorstand beschlossen, die Fördermittel aus 2018 zusammen mit den Mitteln aus 2019 in die Ausstellung ‚Saurier – Giganten der Meere‘ 2019 zu investieren“, erläuterte Bleyl. „Denn es kann erst nächstes Jahr entschieden werden, was für die Ausstellung benötigt wird.“

Die Mitglieder des Freundeskreises erhielten im Anschluss an die Jahreshauptversammlung einen exklusiven Einblick in die laufenden Bauarbeiten im Lokschuppen. Der Leiter des Ausstellungszentrums Peter Miesbeck erläuterte ebenso wie Architekt Sven Grossmann die Pläne für den Um- und Ausbau. Außerdem gab es die ersten Informationen für die geplante Ausstellung „Saurier – Giganten der Meere.“ Kurator ist Dr. Bernd Herkner, Diplom-Biologe und Leiter der Abteilung Museum Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum und Leiter der Senckenberg Schule. Mit diesem Museum hatte der Lokschuppen bereits bei seiner bisher erfolgreichsten Ausstellung „Dinosaurier“ im Jahr 2009 mit 283.000 Besuchern zusammengearbeitet. Ein gutes Omen, meinte Miesbeck. „Ob wir den Erfolg von 2009 wiederholen können, bleibt zu hoffen!“

Ausstellungszentrum Lokschuppen Rosenheim

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Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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